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Ein lockeres Verhältnis zu Giftfischen zeichnet auch die Japaner aus. Sie essen Fugu, einen eigentlich letalen Kugelfisch, den nur speziell geschulte Köche zubereiten dürfen. Weil trotzdem immer mal was schiefgeht, werden sie zugleich zu Rettungsärzten und beglaubigten Notaren ausgebildet. Als solche haben sie einen verendenden Gast so lange am Leben zu erhalten, bis sein letzter Wille aufgenommen ist. Wie Piloten müssen sie außerdem in einem psychologischen Test ihre bedingungslose Menschenliebe nachweisen.
Hierfür bereiten die Köche einem Finanzbeamten, der gerade ihre Bücher durchsieht, einen Fugu zu, dabei sollen sie singen oder pfeifen. Wer durchfällt, darf aber in die Nachprüfung und den Hinterbliebenen des Beamten zur Beerdigung aufkochen. Als ultimative Herausforderung ans Schicksal gilt bei japanischen Gourmets jedoch der Verzehr von Garnelen aus südostasiatischen Aquakulturen.
Fische greifen Menschen allerdings auch auf andere Art und Weise an, selbst die sogenannten Friedfische sind da keine Ausnahme. Am gefährlichsten ist der Rollmops. Tatsächlich sind im letzten Jahr in Deutschland mehr Menschen von einem Rollmops attackiert worden als von einem Weißen Hai. Rollmöpse suchen den direkten Weg in ihr Opfer, sind sie erst mal drinnen, holen sie Holzspießchen heraus, um gnadenlos zuzustechen. Im Internet finden sich erschütternde Fotos von blutgetränkten Gedärmen, in denen Spieße stecken.
Auch andere Fische, die im gastronomischen Bereich tätig sind, scheinen alles andere als harmlos. Sie gehen den Menschen an die Kehle, buchstäblich. Queen Mum etwa überlebte eine quergestellte Gräte in ihrem Schlund nur knapp. Vorsicht: Ein Gefrierfisch, der angibt, „praktisch grätenfrei" zu sein, lügt! Er blufft wie das angeblich alkoholfreie Bier. Eine Ausnahme bilden die Kieler Sprotten, sie sind definitiv grätenfreie Filets und darum bei Kindern und anonymen Alkoholikern sehr beliebt. In England, Singapur und in der Bibel kann man sogar mit Fischen erschlagen werden, dort regnen sie gelegentlich vom Himmel. Und Aale beißen noch auf dem Grill, auch das ist mehrfach dokumentiert.