grand hotel heiligendamm
Prachtvoll, vornehm, ewig pleite.
Wolkencowboys
El Hierros einzigartige Wassergewinnung.
mit Freiheit und Macht umzugehen bedarf viel Erfahrung. Im Hinblick auf drei Viertel unserer Erde dauerte dieser Lernprozess viele Jahrhunderte, und er hält noch immer an. 1494 war es ein einzelner Mensch, Papst Alexander VI., der die Frage, wem die Meere gehören und wer dadurch Macht erlangt, löste, indem er schlicht und einfach eine Hälfte der Weltmeere den Spaniern, die andere den Portugiesen zuschrieb, fast ohne jedes Wissen um die Länder und Menschen, die er damit auch dem katholischen Glauben unterwarf. Erst der Rechtsgelehrte Hugo Grotius postulierte 1604 unter dem Einfluss der erstarkenden Seemacht der Niederländer, dass die Meere frei sein sollten von jeglicher Macht und folglich niemandem gehören sollten. Dass dieses so entstehende Vakuum sich erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts füllte, ist dem internationalen neuen Seerecht zu verdanken, das erstmals der Verantwortung gegenüber den Meeren insofern gerecht wird, als es festschrieb, dass die Meere ein gemeinsames Erbe der Menschheit sind und somit allen gehören - also auch alle dafür verantwortlich sind. Dieser Paradigmenwechsel ist noch nicht
abgeschlossen.
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Ihre mare-Crew
Außerdem in mare No. 95