Jesuitische Missionare haben in Alaska an der Beringstraße
über Jahrzehnte Hunderte Eskimokinder missbraucht. Der Bischof der Diözese muss nicht nur zehn Millionen Dollar Entschädigung zahlen, sondern auch alle geschändeten Gemeinden an der Küste anfliegen und die Opfer um Vergebung bitten.
Er ist das Erste, was Seeleute sehen, wenn sie von einer langen Seereise heimkehren. Auch oder gerade im Zeitalter der Satellitennavigation: Die Seeleute brauchen etwas, das ein Herz in seinem Inneren hat – und das GPS hat es nicht. Eine der Antworten der Leuchtturmwärter auf die Frage, warum sie ihren Beruf ergriffen haben.
Diesmal rechnet unser Kolumnist Maik Brandenburg mit einem tierischen Gesundheitsprodukt ab, rückt das Modephänomen Wellness ins rechte Licht und prangert den medizinischen Missbrauch von Kaninchen an.
El Dueso ist Spaniens einzige Haftanstalt mit Meerblick. Dort beobachten Häftlinge Zugvögel zu Forschungszwecken – und finden so leichter ins Leben zurück.
Die Verhöhnung machte auch vor der Badehose nicht halt. Ferieninseln wie Borkum und Seebäder wie Zinnowitz warben mit antisemitischen Bekenntnissen um Badegäste – lange vor 1933.
Auf der griechischen Ägäisinsel Ikaria ist die Feuerwehr pleite. Die Einsatzkräfte fahren mit Privatautos und müssen in T-Shirt und Latzhose ins Feuer. Jetzt hat mare ein Löschfahrzeug gespendet.
Sich zu prügeln hat bei den Fischern in Accra, Ghanas Hauptstadt, Tradition. Eine Zukunft als Boxchampion ist ihre große Hoffnung. Das Training ist eine harte Schleiferei für den Traum vom besseren Leben.
In dieser Folge macht sich unser Kolumnist Maik Brandenburg frei von sublimierter Schamlosigkeit, er gesteht auch schlechte Witze, erläutert das Wärmende von Arbeiterliedern und das Entwaffnende von Nacktheit.
Es ist die Geschichte einer touristischen Entdeckung. Um das Jahr 1900 erleben Kreuzfahrten in Norwegen einen ungeahnten Boom. Vor allem betuchte Deutsche lieben das schroffe Idyll der Fjorde. Einer von ihnen ist Kaiser Wilhelm II., der das Land als „Wiege der Germanen“ verehrt.
Königsberg. Kaliningrad. Kjonigsberg. Drei Namen – ein Ort? Einst gelegen im Land der sanften Dünenstrände, in Ostpreußen. Heute Hauptstadt der Oblast Kaliningrad, Russlands westlichste Provinz und hoch gerüstete Exklave im Baltikum. Mit Notizblock und Kamera sind unser Autor und unser Fotograf losgezogen, immer an der Ostseeküste entlang, einem Phänomen auf der Spur.
Anfang des 20. Jahrhunderts überquerten Tausende Japanerinnen den Pazifik, um in Amerika zu heiraten. Sie kannten ihre künftigen Ehemänner nur von den strahlenden Fotos der Heiratsvermittler.
Gerade einen Hektar bedeckt die Lotseninsel in der Schlei. Früher wohnten dort nur Lotsen und Leuchtturmwärter, heute teilen sich Naturliebhaber und Segler das Refugium. Seit 2008 kümmert sich die Stiftung Lighthouse Foundation um Schleimünde, pflegt die Bauten, schützt das sensible Eiland und vergibt Stipendien an Lyriker und Videokünstler. Zwei Tage dauert die inspirative Einladung nur, und auch die Ergebnisse sollten kurzgehalten sein. Der Dichter Mathias Jeschke hat sich im Frühjahr 2011 an diesem Experiment versucht.
In dieser Folge bricht unser Kolumnist Maik Brandenburg eine Lanze für das ängstliche Misstrauen gegenüber dem Fisch, erinnert uns an unsere Gründe, Skandinavien zu lieben, und rät zur Vorsicht beim Googeln von „Rollmops“.
Millionen Briten strömen jedes Jahr in das schwarze Loch an Englands Westküste. Hier suchen sie Sex und Bier und billige Vergnügen. Vor allem aber folgen sie einer alten Sehnsucht. Denn hier in Blackpool liegen ihre schönsten Erinnerungen.
Diesmal beklagt unser Kolumnist Maik Brandenburg mit Bierernst den Verlust einer großen Tradition, erläutert geistreich die Rolle von Madeira bei Entdeckungsfahrten und ist hochprozentig überzeugt von der Beseeltheit der Schiffe.
Das kennt jeder: mit dem Finger über den Globus oder den Schulatlas streichen und auf den kleinen schwarzen Krümeln in der blauen Weite der Ozeane verharren. Wie mag es dort aussehen? Wer könnte dort wohnen? Heide und Erich Wilts wollten nicht nur träumen. Weit mehr als 200 entlegene Inseln haben sie in 36 Jahren betreten.