Deichschutz

Warten auf die Flut

Im Februar 1962 wütet in Hamburg eine Sturmflut, die Deiche brechen, in Wilhelmsburg sterben mehr als 200 Menschen. Ein Jahr später wird Uwe Sommer Deichwächter. Seit fast 50 Jahren kämpft er dagegen, dass sich die Katastrophe wiederholt – und ringt heute um das Interesse vieler Wilhelmsburger.

 

 

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Sommerweide Wilhelmsburg

Johannes Hillemeier hütet seine Schafe mitten in der Stadt. Das ganze Jahr zieht er mit seiner Herde durch Deutschland; im Sommer lässt er sie auf den Deichen Wilhelmsburgs grasen. Dort, am südlichen Zipfel der Insel in Moorwerder, steht auch sein Hof. Ein Besuch beim letzten Schäfer der Elbinsel.

Immer wieder gibt es Gerüchte, Hausboote im Hamburger Spreehafen könnten legalisiert werden. So wie es schon an anderen Plätzen in Hamburg geschehen ist, etwa an einem Kanal im Stadtteil Hammerbrook. Doch was dort am Ufer liegt, sind für die Wilhelmsburger "durchgestylte Designerboote".

Die Bootsbesetzer

Im Hamburger Spreehafen liegen Hausboote, die keine sein dürfen. Denn auf Hausbooten lebt man – und das ist in einem Hafen nicht erlaubt. Deshalb gibt es hier viele Werkstätten, die erstaunlich wohnlich aussehen. Ihre Besitzer schimpfen viel, nur nicht auf Band; auch fotografiert werden wollen sie nicht. Ihre Angst: die Kündigung der zuständigen Behörde. "Binnen zehn Tagen bist du dann weg", sagt einer.