Schrebergärtner-Protest

Gute Gärten, schlechte Gärten

In Wilhelmsburg haben Schrebergärten Tradition: 23 Siedlungen, über 3000 Parzellen. Für viele bedeuten sie Urlaub vom Plattenbau. Doch jetzt ist die Idylle gestört. 2013 kommt die Internationale Gartenschau (igs) auf die Elbinsel, Dreck und Baulärm sind schon da. Die Kleingärtner wehren sich.

 

 

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Noch ist nicht viel zu sehen vom Haus der Projekte (Stand der Fotos: Juni 2011), doch bald soll es ein wichtiger Ausbildungsort sein. 
Am Müggenburger Zollhafen entstehen bis Ende des Jahres eine Bootswerkstatt und eine Tischlerei, dazu Bildungs- und Freizeiträume.
Für die Jugendlichen auf der Veddel beginnt schon jetzt die Arbeit: Sie helfen bei der Gestaltung der Räume.

Bauen an der Utopie

Vom Problemstadtteil zur Metropole der Zukunft: Die Internationalen Bauausstellung (IBA) soll diese Entwicklung möglich machen. Und Wilhelmsburg, bekannt als Hamburgs Problemstadtteil, in eine Touristenattraktion verwandeln. 40 Modellprojekte sollen 2013 präsentiert werden. Kosten: geschätzte 500 Millionen Euro, gezahlt vom Hamburger Senat und privaten Investoren. Wir stellen zehn Konzepte vor. Und wagen den Direktvergleich: Baustelle vs. Utopie.

Warten auf die Flut

Im Februar 1962 wütet in Hamburg eine Sturmflut, die Deiche brechen, in Wilhelmsburg sterben mehr als 200 Menschen. Ein Jahr später wird Uwe Sommer Deichwächter. Seit fast 50 Jahren kämpft er dagegen, dass sich die Katastrophe wiederholt – und ringt heute um das Interesse vieler Wilhelmsburger.