Lieblingsplätze

Wo Wilhelmsburg am schönsten ist

Ghetto, Arme-Leute-Viertel, Stinkloch sagen viele Leute über Wilhelmsburg. In Wirklichkeit kann man aber auch ganz anderes dort entdecken. Vier Lieblingsorte.

Oldtimerschrauben in der Honigfabrik

Wenn der Metaller Niels Böttcher aus Eimsbüttel fliehen will, setzt er sich in seinen Oldtimer und fährt über den Kanal. In einer offenen Werkstatt in Wilhelmsburg schraubt, schweißt und lackiert er bis spät in die Nacht.

Studio Honig

Der schönste Balkon Hamburgs – so nennt die Illustratorin Maren Amini ihr Atelier am Veringkanal. Amini ist eine von vielen Künstlern, die es in den vergangenen Jahren nach Wilhelmsburg gezogen hat. Zwischen Containerterminals und Fabrikgebäuden hat sie ihr Idyll gefunden. Hier erfindet sie Kindergeschichten, feilt an Entwürfen – und genießt den Austausch mit den acht Kollegen, mit denen sie sich ihr Studio teilt.

Café Mittenmang

Dönerbuden, portugiesische Restaurants, arabische Bars – so sieht es aus am Stübenplatz im Herzen Wilhelmsburgs. Seit vier Wochen gibt es dort auch ein kleines, altmodisches Café mit selbst gemachtem Kuchen, das Mittenmang. Betreiberin Sonja Behnk muss sich an ihren Lieblingsort erst noch behaupten.

Ildas Kiosk, Fährstraße

In wenigen Stadtteilen Hamburgs gibt es so viele Kioske wie in Wilhelmsburg. Mindestens 25 tragen das Wort "Kiosk" im Namen und sogar auf dem Gelände der Internationalen Gartenschau soll einer entstehen. "Kioske sind Tante-Emma-Laden, Treffpunkt und Kummerkasten zugleich", sagt Darijana Hahn. Deshalb ist einer ihr zweites Zuhause.

 

 

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Hamburgs Eiger-Nordwand

Mehr als 5000 Menschen, 1300 Wohnungen, Dutzende Nationalitäten, 13 Stockwerke, eine Adresse: 21109 Kirchdorf Süd. Die Wilhelmsburger nennen das Hochhaus die "Eiger-Nordwand". Manche der Bewohner mögen den Beton-Block. Die meisten nicht. Ein Hausbesuch.

Saure Schnüre für 1 Euro

Lakritzstangen, Schnuller und Riesenschlümpfe – im Kirchdorfer Kaufmannsladen »Pfeifer« können Kinder aus über 150 süßen und sauren Leckereien wählen. Junge und alte Wilhelmsburger versorgen sich hier seit 40 Jahren. Hinter der Theke steht Manfred Pfeifer, er führt den Laden in zweiter Generation.