Sie sind vor Monaten im Streit auseinandergegangen; nun ahnen sie nicht, dass sie sich auf demselben Kreuzfahrtschiff befinden: Almut, Ende vierzig, als Bordpsychologin, und ihr Sohn Sebastian, Anfang zwanzig, als Barpianist.
"Ob Almut und Sebastian einander in die Arme oder gar ins Messer laufen, hinter Kap Hoorn, unterwegs nach Patagonien, das ist die Frage, die uns nicht loslassen wird, gerade wegen der vielen, dem Text äußerst raffiniert eingeschriebenen Geschichten, die von Almuts Klienten handeln, von ihrem Mut, ihrer Feigheit, von Sebastians Versuchen, ein autonomer Mensch zu sein, das Leben zu verstehen, das Glück zu finden - und nicht zuletzt auch von der Liebe zur Musik, die Mutter und Sohn womöglich mehr verbindet, als sie wahrhaben wollen."
Katja Lange-Müller